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Tierwohl und Tiergesundheit

Das offene Markenfleischprogramm BAUERNGUT ist Eigentum der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG. Grundlage dieses Konzeptes ist es, dass eine von EDEKA ausgewählte Instanz (Bündler, Schlachtbetrieb, Zerlegebetrieb) organisatorischen und disziplinarischen Einfluss auf die jeweilige Vorstufe hat. Das bedeutet, dass die Vorgaben des Markenfleischprogramms durch diese Instanz sowohl informell als auch praktisch an die Betriebe herangetragen werden.

 

 

Mehr Verantwortung in der Nutztierhaltung

Im Januar 2015 startete die branchenübergreifende Initiative Tierwohl für Schweine und Geflügel.

EDEKA unterstützt als Gründungsmitglied die Initiative Tierwohl. Erstmalig in Deutschland setzen sich in der Initiative Tierwohl Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel gemeinsam für eine tiergerechtere und nachhaltigere Fleischerzeugung ein.

Unter dem Motto "Gemeinsam verantwortlich handeln" haben sich in der Initiative Tierwohl wichtige Partner der gesamten Wertschöpfungskette in der Schweinefleisch- und Geflügelfleischbranche in einem freiwilligen Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Zusammen wollen die Teilnehmer das Tierwohl in der Nutztierhaltung in Deutschland Schritt für Schritt aktiv und flächendeckend ausbauen.

 

 

FAQ Tierwohl und Tiergesundheit

1. Herkunft

Wie werden Herkunft und Qualität gesichert

Die gesamte Zulieferkette für Rind-, Kalb-, Schweinefleisch und Geflügel (Hähnchen und Pute) muss dem neutralen Prüfsystem QS (www.q-s.de) angeschlossen sein. Einbezogen sind alle beteiligten Futtermittelhersteller, Landwirte, Tierärzte, Transportunternehmen und die Schlacht- und Zerlegebetriebe und die EDEKA Fleischwerke. So wird die Herkunft und Qualität der Tiere und Fleischprodukte über das neutrale Prüfsystem QS in Verbindung mit dem stufenübergreifenden Qualitäts-Sicherungssystem nachvollziehbar sichergestellt. Darüber hinaus gibt es spezielle Vorgaben im Bereich der Rückverfolgbarkeit (Ftrace und der EDEKA Datenbank).
Alle Beteiligten haben sich verpflichtet, zusätzlich zu den gesetzlichen Vorgaben die Kriterien des QS-Prüfsiegelsystems und die EDEKA Anforderungen nachweislich einzuhalten.

 


Die EDEKA–Datenbank ist der „Grundbaustein“ des offenen Markenfleischprogramms der EDEKA Minden-Hannover. Mit der Administration der EDEKA Datenbank ist die ORGAINVENT GmbH beauftragt. Zur Absicherung der Herkunftsinformation wird fTRACE genutzt.
Der Umgang mit den Tieren, die Hygiene bei der Schlachtung und Zerlegung, die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit, sowie die Einhaltung der Spezifikationen in der Praxis wird im Rahmen der unangemeldeten META Kontrollen durch ausgewählte unabhängige Sachverständige bewertet.

 

 

2. Tierschutz

Wie wird der Tierschutz sichergestellt?

Die Sicherstellung des Tierschutzes ist eine zentrale Herausforderung für die Nachhaltigkeit der Fleischerzeugung. Wir haben den Tierschutz (Synonym: Tierwohl) in seiner Qualitätspolitik fest verankert und sich die Entwicklung objektiv messbarer Standards zum langfristigen Ziel gesetzt. Unsere Auditoren fahren regelmäßig zu unseren Vertragspartner um die Transparenz und den Austausch innerhalb der Lieferkette zu erhöhen. Es gelten zudem mindestens die Anforderungen des neutralen Prüfsystems QS im Bereich Tierschutz.

Kontrolle von Anforderungen im Bereich der Schlachtung

  • Tierschutzbeauftragter im Schlachthof: jeder Schlachthof hat einen eigenen Tierschutzbeauftragten der gleichzeitig Ansprechpartner unserer Auditoren ist.
  • Schonende Betäubung mit höchster Sicherheit und Effektivität: Jedes Tier wird mit höchster Sicherheit betäubt. Die Anforderungen zur Betäubung gehen über die gesetzlich zugelassenen Betäubungsmethoden pro Tierart hinaus, so dass eine absolute Fehlerfreiheit gewährleistet wird. Alle relevanten Messparameter (z.B. Stromstärke, Gasgehalt) werden aufgezeichnet und dokumentiert. Falls Messabweichungen außerhalb eines definierten Toleranzbereiches auftreten sollten, wird der Betrieb sofort gestoppt. Kontrolle des Betäubungserfolgs wird über Reflexmessungen von geschulten Mitarbeitern sichergestellt. Ein Tier darf erst dann getötet werden, wenn es sein Bewusstsein durch eine effektive Betäubung vollständig verloren hat.
  • Sicherstellung des Todeseintritts nach der Betäubung durch geeignete Messgeräte (Entblutekontrolle) oder über Reflexmessungen von geschulten Mitarbeitern. Erst nach dem sicheren Todeseintritt beginnt die eigentliche Schlachtung.
  • Veterinäruntersuchung: Veterinäre begutachten den Ist-Zustand jedes Tieres im Schlachthof im Rahmen der Schlachttier- (am lebenden Tier) und Fleischuntersuchung (am Schlachtkörper und Organen) und erfassen gegebenenfalls Auffälligkeiten (Veterinärbefunde). Alle Veterinärbefunde werden in Datenbanken dokumentiert und dem Landwirt mitgeteilt bzw. als Auswertung zur Verfügung gestellt. Auf Anweisung des zuständigen Amtstierarztes werden gegebenenfalls Sofortmaßnahmen eingeleitet.

Kontrolle von Anforderungen im Bereich der tierschutzgerechten Haltung:

In Verbindung mit den neutralen Prüfungen des QS-Systems wird die Erfüllung der Anforderungen im Bereich tierschutzgerechte Haltung durch folgende Maßnahmen sichergestellt:

  • Eigenkontrollen zur Sicherstellung des Tierschutzes durch Tierhalter
  • Regelmäßige Besuche und Kontrollen des Hoftierarztes
  • Neutrale Kontrollen im QS-System
  • Beratung über Landwirtschaftskammern oder Erzeugerringe

Zur kontinuierlichen Verbesserung des Tierschutzes nach neuesten praktischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen beteiligt sich EDEKA

  • am Arbeitskreis Tierwohl der EDEKA-Zentrale,
  • an Arbeitskreisen der QS GmbH in Bonn (www.q-s.de) und der Initiative Tierwohl (www.initiative-tierwohl.de)
  • Labelbeirat des deutschen Tierschutzbundes

Über die Entwicklungen im Bereich Tierschutz werden unsere Kunden, die EDEKA-Märkte, laufend informiert.

3. Gesundheit

Wie wird für die Gesundheit der Tiere gesorgt?

Unsere Vertragspartner müssen sicherstellen, dass es keine Einschränkungen bei der Qualität des Endproduktes gibt, die in Zusammenhang mit der Tiergesundheit stehen. Das wird sowohl vom Lieferanten, als auch im Rahmen der META Kontrollen laufend überprüft. Es gelten zudem mindestens die Anforderungen des neutralen Prüfsystems QS im Bereich Tiergesundheit.

Die Anforderungen im Bereich Tiergesundheit werden wie folgt sichergestellt und kontrolliert:

Beim Landwirt und Tierarzt:

  • Tierärztlicher Betreuungsvertrag zwischen Landwirt und Tierarzt
  • Plan des Tierarztes für ein betriebsspezifisches Tiergesundheits- und Hygienemanagement
  • Tägliche Eigenkontrollen durch den Landwirt
  • Dokumentation des Arzneimitteleinsatzes vom Landwirt und Hoftierarzt
  • Regelmäßige Kontrollbesuche durch den Hoftierarzt (mind. 1x pro Jahr)
  • Zusätzliche Beratungstierärzte (optional, bei einigen Lieferanten)
  • Spezielle Überwachung der Anwendung von Antibiotika bei Rind, Schweinen und Geflügel (QS-Antibiotikamonitoring, www.vetproof.de)

Beim Schlachthof:

  • Kontrolle der Erzeugererklärung zur Tiergesundheit vor der Schlachtung
  • Veterinärkontrollen (Schlachttier- und Fleischuntersuchung) im Schlachthof
  • Hemmstofftests zur Kontrolle von Rückständen antibiotisch wirksamer Substanzen
  • Zoonosenüberwachung (insbes. Salmonellen bei Schweinen)
  • Erweiterte Rückstandsanalytik (risikoorientiert, nach BAUERNGUT-Vorgaben)

Monitoring-Programme
Alle Betriebe, die uns beliefern, nehmen an den Monitoring Programmen des QS-Prüfsystems teil (www.q-s.de/qs-system/monitoringprogramme.html). EDEKA ist Mitglied in den QS-Arbeitsgruppen, um diese Monitoring-Programme stetig weiterzuentwickeln.

  • Antibiotikamonitoring:
    Jeder Tierhalter bzw. Hoftierarzt muss den Einsatz von Antibiotika melden. Über die Datenbank kann die Höhe des Antibiotikaeinsatzes überwacht werden. Anhand dieser Angaben wird ein Therapie-Index pro Betrieb ermittelt und gibt den Betrieben die Möglichkeit sich mit dem Durchschnitt aller QS-Betriebe zu vergleichen. Betriebe, die besonders häufig Antibiotika einsetzten, werden erkannt und können gezielt beraten werden.
  • Salmonellenmonitoring:
    Alle QS-Mastschweine eines Landwirtes werden in einem bestimmten Rhythmus und nach einem festen Probenschlüssel am Schlachthof beprobt. Anhand dieser Proben wird das Salmonelleneintragsrisiko des Tierbestandes in die Lieferkette ermittelt. Die Betriebe werden dabei in drei Kategorien eingeteilt. Kategorie 1 entspricht dabei dem geringsten Risiko und Kategorie 3 dem höchsten Risiko.
  • Befunddatenbank:
    Die amtlichen Veterinäre am Schlachthof erfassen bei jedem Schwein Tiergesundheits-Befunde. Diese Befunde werden in die Befunddatenbank übertragen. Anhand dieser Befunde wird der betriebsindividuelle Tiergesundheitsindex ermittelt. Mit dem Index können sich die Betriebe mit anderen Betrieben, die an denselben Schlachthof geliefert haben, vergleichen.

4. Aufzucht

Wo wachsen die Tiere auf?

Die Tiere wachsen überwiegend auf bäuerlichen Familienbetrieben auf, die vom QS-System zugelassen sind und neutral überprüft werden.

Anforderungen von BAUERNGUT zur Herkunft sind:

  • Jungbullen und Kälber: geboren, gemästet, geschlachtet und zerlegt in Deutschland (4xD)
  • Schweine: gemästet, geschlachtet und zerlegt in Deutschland (3xD)
  • Hähnchen und Puten: geboren, gemästet, geschlachtet und zerlegt in Deutschland (4xD)

Die Herkunft wird durch fTRACE und die EDEKA Datenbank gesichert.

5. Haltung

Wie werden die Tiere gehalten?

Die Haltungsformen müssen auf das Tier beziehungsweise die Tiergruppe zugeschnitten sein und den tierindividuellen Bedürfnissen gerecht werden.
Um dem Verbraucher eine Orientierung beim Einkaufen zu geben, unterstützen wir die Haltungsform-Kennzeichnung zur Sortierung der unterschiedlichen Haltungsformen. Diese Kennzeichnung stellt keine Kategorisierung nach guter oder schlechter Tierhaltung dar.

 

 

 

Haltungsform Stufe 1 – Stallhaltung

Der Stufe 1 liegen die Kriterien des QS-Systems für eine tierschutzgerechten Haltung zu Grunde. Nach „Guter Landwirtschaftlicher Praxis“ (GLP) werden alle Tiere in Gruppenhaltung in modernen Stallungen aufgezogen und bedarfsgerecht vom Landwirt versorgt.

Das bedeutet für die Tierhaltung:

Stallungen sind im einwandfreien baulichen Zustand

  • angemessene Platzverhältnisse und Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Lichtverhältnisse entsprechen dem natürlichen Rhythmus der Tiere
  • Futter- und Wasserversorgung in hoher Qualität
  • Frischluftzufuhr und Stalltemperaturen im Optimalbereich, Alarmanlagen und Notstromaggregate für Notfallsituationen

Die Einhaltung der Anforderungen wird neutral über das QS-System überprüft.

Haltung von Jungbullen

Kriterien von BAUERNGUT zur Haltung von Jungbullen sind:

  • Die Gruppengröße liegt üblicherweise im Bereich von 5-15 Tieren.
  • Als Bodenbelag sind
    - einstreulose Spaltenböden und Einstreu (Stroh) sowie
    -Kombinationen aus Spaltenböden im Fressbereich und Einstreu im Liegebereich sind möglich
  • Verbot der Einzeltier- oder Anbindehaltung von Jungbullen

Weidehaltung von Jungbullen ist prinzipiell zulässig aber kaum verbreitet.

Haltung von Kälbern

Kriterien der Kontrollgemeinschaft deutsches Kalbfleisch (KDK) zur Haltung von Kälbern sind:

  • Kälber werden bis zu einem Alter von 6 Wochen in speziellen Boxen mit Sichtkontakt zu Artgenossen gehalten, da jedes Kalb in dieser Zeit individuell versorgt werden muss
  • Die Gruppengröße beträgt ab der 6. Woche vorwiegend 6-8 Tiere
  • Als Bodenbelag sind
    - bis zu einem Alter von 2 Wochen Stroheinstreu und
    - ab der 2. Woche einstreulose und Hygiene fördernde Böden möglich

QS Prüfsiegelkriterien zur Haltung von Rindern:

  • Tierbetreuerliste
  • täglicher Kontrollgang (Tiergesundheit, Einstreu, Lüftung)
  • ausreichend Liegeflächen; pro Tier ein Liegeplatz
  • Platz: bis 110kg 0,4-0,7m²/Tier, bis 200kg 0,7-0,95m², bis 325kg 0,95—1,3m², bis 550kg 1,3-1,6m², bis 700kg >1,6m²/Tier 
  • Tränkwassercheck
  • Stallklimacheck
  • Enthornung der Kälber ohne Betäubung nur bei <6 Wochen alten Kälbern; schmerzlindernde Mittel müssen immer gegeben werden

Haltung von Schweinen

Anforderungen zur Haltung von Schweinen sind:

  • Die Gruppengröße beträgt üblicherweise mehr als 10 Tiere
  • Als Bodenbelag sind
    - einstreulose Böden üblich, die die Sauberkeit der Schweine fördern
    - Stroheinstreu ist aus Gründen der Lebensmittelsicherheit und Hygiene ungeeignet
    - Rindenmulch oder Torf sind als Einstreu verboten (Verkeimung)
  • jedes Schwein hat Zugang zu geeignetem Beschäftigungsmaterial (z.B. Ketten)

Nähere Informationen finden Sie in unserem Kriterienkatalog

QS Prüfsiegelkriterien zur Haltung von Schweinen:

  • Tierbetreuerliste
  • Gruppenhaltung
  • Zweimal täglich Kontrollgang (Tiergesundheit, Einstreu, Lüftung)
  • Stallklimacheck (Temperaturregelung)
  • Stallböden rutschfest und trittsicher
  • Platz: 5kg-10kg mind. 0,15m², 10kg-20kg mind. 0,20m², 20kg-30kg mind. 0,35m², 30kg-50kg mind. 0,5m², 50g-110kg mind. 0,75m², über 110kg mind. 1m²
  • Tränkwassercheck
  • Salmonellenmonitoring
  • Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem Beschäftigungsmaterial
  • Die Kastration der Ferkel ist nur unter wirksamer Schmerzausschaltung zulässig

Haltung von Hähnchen

Anforderungen zur Haltung von Hähnchen sind:

  • Bodenhaltung oder Freilandhaltung
    die Haltung erfolgt auf Einstreu (vorwiegend Stroh, alternativ Pellets)
  • Gruppengrößen:
    - Hähnchen: ca. 10 – 60 Tsd. Tiere.
    - Pute: ca. 500 – 5.000 Tiere
  • Geflügel hat Zugang zu Beschäftigungsmaterial (z. B. Strohballen)

Haltung von Puten

Anforderungen zur Haltung von Puten sind:

  • Bodenhaltung oder Freilandhaltung
  • die Haltung erfolgt auf Einstreu (vorwiegend Stroh, alternativ Pellets)
  • Gruppengrößen:
    -    Hähnchen: ca. 10 – 60 Tsd. Tiere.
    -    Pute: ca. 500 – 5.000 Tiere
  • Geflügel hat Zugang zu Beschäftigungsmaterial (z. B. Strohballen, Picksteine)

QS Prüfsiegelkriterien zur Haltung von Hähnchen und Puten:

  • Tierbetreuerliste
  • Zweimal täglich Kontrollgang (Tiergesundheit, Einstreu, Lüftung)
  • Befunddatenmonitoring bi Fußballengesundheit
  • Einstreu – Tiere müssen picken, scharren und staubbaden können
  • Feststellen von Ursachen erkrankter Tiere
  • max. 39 kg/m2
  • Tränkwassercheck
  • Stallklimacheck
  • Salmonellenmonitoring

Wir arbeiten gemeinsam mit den Vertragspartnern kontinuierlich an der weiteren Verbesserung der Tierhaltung unter Berücksichtigung neuester praxisorientiert-wissenschaftlicher Erkenntnisse.

 

 

 

Haltungsform Stufe 2 – Stallhaltung plus

Die Kriterien der Haltungsform Stufe 2 entsprechen den Kriterien der Initiative Tierwohl.
Wir unterstützen die Initiative Tierwohl seit der Gründung. Wir haben uns bei entsprechender Verfügbarkeit verpflichtet ausschließlich die Haltungsstufe 2 sowohl bei Schweinefleisch als auch bei Geflügel zu handeln.
Bei Geflügel (SB und Bedienung) und verpackten Schweinefleisch (SB-Fleisch) konnte BAUERNGUT bereits die Haltungsform Stufe 2 umsetzten. Die Umstellung für das Schweinefleisch im Bereich der Bedienung ist für das Jahr 2021 geplant.

Anforderung der ITW zur Haltung von Hähnchen und Pute:

  • Teilnahme am QS-System
  • Antibiotikamonitoring
  • Stallklimacheck
  • Tränkwassercheck
  • Zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial  - veränderbares und sich verbrauchendes Material (Stroh, Heu, Picksteine)
  • Mehr Platz  - 10%
  • Fußballengesundheit
  • Bezug zu Küken von QS-zertifizierten Brütereien
  • Tierwohlkontrollprogramm
  • Vorausstallen
  • Fortbildung der Tierhalter

Anforderungen der ITW zur Haltung von Schweinen:

  • Basiskriterien Tierhaltung, Hygiene, Tiergesundheit (QS-Leitfaden)
  • Teilnahme am Antibiotikamonitoring
  • Teilnahme an indexierten Schlachtbefunddatenbanken
  • 10% mehr Platz
  • Raufutter
  • Stallklimacheck
  • Tränkwassercheck
  • Fortbildung der Tierhalter
  • Tageslicht

Nähere Informationen finden Sie in unserem Kriterienkatalog

Weitere Informationen finden Sie unter www.initiative-Tierwohl.de


 

 

 

Haltungsform Stufe 3 – Außenklima

Unter der Marke Bauerngut Landleben bieten wir Schweinefleisch der Haltungsform 3 an

Mindestanforderungen zur Haltungsform Stufe 3 bei Schwein:

  • Platz: mind. 1,05m²/Tiere (mind. 40% mehr Platz)
  • Haltung: Stallhaltung mit Außenklimareizen; mind. Offenfrontstall
  • Beschäftigung: organisches Beschäftigungsmaterial aus natürlichen Materialien wie Holz, Sisal oder Naturkautschuk
  • Fütterung: Futtermittel ohne Gentechnik
  • Tiergesundheitsmonitoring: Befunddatenerfassung am Schlachthof und qualifiziertes Antibiotikamonitoring ab 2022 verpflichtend; bis dahin ein dokumentiertes Tiergesundheitsmonitoring auf dem Betrieb inkl. Anitibiotikamonitoring
  • Verpflichtende Programmteilnahme: Teilnahme an einem in der Haltungsform registriertem Programm

Nähere Informationen finden Sie in unserem Kriterienkatalog

Mindestanforderungen zur Haltungsform Stufe 3 bei Hähnchen:

  • Platz: max. 25kg/m² oder max. 29kg/m² bei einem Stall mit Kaltscharraum
  • Haltung: Stallhaltung ständigem Zugang zu Außenklimabereich
  • Beschäftigung: organisches Beschäftigungsmaterial aus veränderbarem und sich verbrauchendem Material wie z.B. Stroh, Picksteine; je angefangener 150 m² mind. 2 Gegenstände oder pro 2000 Tiere mind. 3 Stroh- oder Heuballen und pro 1000 Tiere 1 Pickgegenstand
  • Fütterung: Futtermittel ohne Gentechnik
  • Tiergesundheitsmonitoring: Befunddatenerfassung am Schlachthof und qualifiziertes Antibiotikamonitoring ab 2022 verpflichtend; bis dahin ein dokumentiertes Tiergesundheitsmonitoring auf dem Betrieb inkl. Anitibiotikamonitoring
  • Verpflichtende Programmteilnahme: Teilnahme an einem in der Haltungsform registriertem Programm
  • Zuchtlinie: grundsätzlich robuste und gesunde Zuchtlinien, langsam wachsende Rasse (Gewichtszunahme max. 45g/Tag) oder schnell wachsende Rassen bei Einhaltung des Mindestschlachtalters von 81 Tagen

Mindestanforderungen zur Haltungsform Stufe 3 bei Puten:

  • Platz: max. 41kg/m² Hähne, max. 37kg/m² Hennen (mind. 30% mehr Platz)
  • Haltung: Stallhaltung ständigem Zugang zu Außenklimabereich
  • Beschäftigung: organisches Beschäftigungsmaterial aus veränderbarem und sich verbrauchendem Material wie z.B. Stroh, Picksteine; je angefangener 400 m² mind. 2 Gegenstände
  • Fütterung: Futtermittel ohne Gentechnik
  • Tiergesundheitsmonitoring: Befunddatenerfassung am Schlachthof und qualifiziertes Antibiotikamonitoring ab 2022 verpflichtend; bis dahin ein dokumentiertes Tiergesundheitsmonitoring auf dem Betrieb inkl. Anitibiotikamonitoring
  • Verpflichtende Programmteilnahme: Teilnahme an einem in der Haltungsform registriertem Programm
  • Zuchtlinie: grundsätzlich robuste und gesunde Zuchtlinien, langsam wachsende Rasse (Gewichtszunahme max. 110g/Tag) oder schnell wachsende Rassen bei Einhaltung des Mindestschlachtalters von 140 Tagen (Hähne) bzw. 100 Tagen (Hennen)

Mindestanforderungen zur Haltungsform Stufe 3 bei Rindern:

  • Platz: Laufstall : bis 150kg Mindestfläche 1,5m²/Tier; über 150kg bis 220kg 2m²; über 220kg bis 400kg 3m²; über 400kg 4m²
  • Haltung: Laufstallhaltung mit ganzjährig nutzbarem Laufhof (mind. 3m²/Tier im Laufhof) oder Laufstallhaltung mit Weidegang (mind. 120 Tag/6h) oder Offenfrontlaufstall; keine Anbindehaltung
  • Enthornung der Kälber: <6 Wochen: durch Landwirt; mit Schmerlinderung
  • Fütterung: Futtermittel ohne Gentechnik
  • Tiergesundheitsmonitoring: 1. Befunddatenerfassung am Schlachthof (Eingabe in QS Datenbank); 2. qualifiziertes Antibiotikamonitoring (für beide gilt: Einführung 2020; verpflichtend für alle Betriebe ab 2022)
  • Verpflichtende Programmteilnahme: Teilnahme an einem in der Haltungsform registriertem Programm

Weitere Informationen zum Bauerngut Landleben-Programm finden Sie unter www.bauerngut.de/produkte/bauerngut-landleben/

 

 

 

Haltungsform Stufe 4 – Premium

Unter der Marke EDEKA Bio bieten wir Schweinfleisch der Haltungsform Stufe 4

Mindestanforderungen zur Haltungsform Stufe 4 bei Schwein:

  • Platz: mind. 1,5m²/Tiere (mind. 100% mehr Platz)
  • Haltung: Stallhaltung mit ständigem Zugang zu Auslauf oder Freilandhaltung
  • Beschäftigung: organisches Beschäftigungsmaterial: Stroh oder vergleichbare Substrate
  • Fütterung: Futtermittel ohne Gentechnik; mind. 20% Futtermittel aus dem eigenen Betrieb oder aus der Region
  • Tiergesundheitsmonitoring: Befunddatenerfassung am Schlachthof und qualifiziertes Antibiotikamonitoring ab 2022 verpflichtend; bis dahin ein dokumentiertes Tiergesundheitsmonitoring auf dem Betrieb inkl. Anitibiotikamonitoring
  • Verpflichtende Programmteilnahme: Teilnahme an einem in der Haltungsform registriertem Programm

Mindestanforderungen zur Haltungsform Stufe 4 bei Hähnchen:

  • Platz: max. 21kg/m²
  • Haltung: Stallhaltung mit Zugang zu Freigelände während mind. 1/3 der Lebenszeit; Fläche muss überwiegend bewachsen sein; Strukturelemente müssen den Tieren Unterschlupf bieten
  • Beschäftigung: zusätzliches Einstreu in Form von Stroh, Holzspänen, Sand oder Torf auf mind. 1/3 der Stallfläche
  • Fütterung: Futtermittel ohne Gentechnik; mind. 20% aus dem eigenen Betrieb oder aus der Region
  • Tiergesundheitsmonitoring: Befunddatenerfassung am Schlachthof und qualifiziertes Antibiotikamonitoring ab 2022 verpflichtend; bis dahin ein dokumentiertes Tiergesundheitsmonitoring auf dem Betrieb inkl. Anitibiotikamonitoring
  • Verpflichtende Programmteilnahme: Teilnahme an einem in der Haltungsform registriertem Programm
  • Zuchtlinie: grundsätzlich robuste und gesunde Zuchtlinien, langsam wachsende Rasse (Gewichtszunahme max. 45g/Tag) oder schnell wachsende Rassen bei Einhaltung des Mindestschlachtalters von 81 Tagen

Mindestanforderungen zur Haltungsform Stufe 4 bei Puten:

  • Platz: max. 21kg/m² Hähne (mind. 60% mehr Platz)
  • Haltung: Stallhaltung mit Zugang zu Freigelände während mind. 1/3 der Lebenszeit; Fläche muss überwiegend bewachsen sein; Strukturelemente müssen den Tieren Unterschlupf bieten
  • Beschäftigung: zusätzliches Einstreu in Form von Stroh, Holzspäne; Sand oder Torf auf mind. 1/3 der Stallfläche
  • Fütterung: Futtermittel ohne Gentechnik; mind. 20% aus dem eigenen Betrieb oder aus der Region
  • Tiergesundheitsmonitoring: Befunddatenerfassung am Schlachthof und qualifiziertes Antibiotikamonitoring ab 2022 verpflichtend; bis dahin ein dokumentiertes Tiergesundheitsmonitoring auf dem Betrieb inkl. Anitibiotikamonitoring
  • Verpflichtende Programmteilnahme: Teilnahme an einem in der Haltungsform registriertem Programm
  • Zuchtlinie: grundsätzlich robuste und gesunde Zuchtlinien, langsam wachsende Rasse (Gewichtszunahme max. 110g/Tag) oder schnell wachsende Rassen bei Einhaltung des Mindestschlachtalters von 140 Tagen (Hähne) bzw. 100 Tagen (Hennen)

Mindestanforderungen zur Haltungsform Stufe 4 bei Rindern:

  • Platz: Laufstall : bis 100kg Mindestfläche 1,5m²/Tier; über 100kg bis 200kg 2m²; über 200kg bis 400kg 3m²; über 400kg 4m²
  • Haltung: Laufstallhaltung mit ständigem Zugang zu Auslauf (mind. 3m²/Tier im Laufhof) und Weidegang (mind. 120 Tage/ 6h); keine Anbindehaltung
  • Enthornung der Kälber: nur in Ausnahmefall; auch bei weniger als 6 Wochen alten Kälbern nur nach Betäuung durch Tierarzt; mit Schmerzlinderung
  • Fütterung: Futtermittel ohne Gentechnik; mind. 60% Futtermittel aus dem eigenen Betrieb bzw. aus der Region; mind. 60% der Trockenmasse frisches, getrocknetes oder siliertes Raufutter in der Tagesration
  • Tiergesundheitsmonitoring: 1. Befunddatenerfassung am Schlachthof (Eingabe in QS Datenbank); 2. qualifiziertes Antibiotikamonitoring (für beide gilt: Einführung 2020; verpflichtend für alle Betriebe ab 2022)
  • Verpflichtende Programmteilnahme: Teilnahme an einem in der Haltungsform registriertem Programm

Nähre Informationen zu unserem Bio-Fleischprogramm finden Sie unte www.bauerngut.de/produkte/edeka-bio/

 

 

 

6. Tiertransporte

Welche Kriterien gelten für Tiertransporte?

Alle Anforderungen des QS-Systems im Bereich Tiertransporte müssen erfüllt werden. Das heißt, die Tiere werden von speziellen, QS-zugelassenen Transportunternehmen zum Schlachthof tierschutzgerecht transportiert.

  • schonender Umgang mit den Tieren
  • begrenzte Transportdauer von maximal acht Stunden
  • spezielle tierartbezogene Transportbedingungen
  • definierter Raumbedarf der Tiere
  • Ladefläche pro Tier (Bsp. schlachtreifes Tier): Schwein = 0,50m², Jungbulle = 1,3 bis 1,6 m², Kalb = 0,70 bis 0,95 m²
  • Höhe der Ebenen bei mehrstöckigen Transporten
  • Kühlungsmöglichkeit bei warmen Temperaturen
  • definierte Ruhezeiten und Versorgungsintervalle für Wasser (12h) und Futter (24h)
  • einwandfreier technischer Zustand der LKWs,
  • LKW-Fahrer und Beifahrer müssen über einen Befähigungsnachweis verfügen.
  • Dokumentation im Transportkontrollbuch und durch Transportpapiere.

Die Lieferscheine, Transportpapiere und Transportkontrollbuch werden am Schlachthof laufend kontrolliert. Der Zustand der Tiere wird bei jeder Lieferung vom zuständigen Veterinär und Mitarbeitern des Schlachthofes überprüft.